Updates China: Haas und Alpine mit den größten Neuerungen, nix bei Ferrari

updates china: haas und alpine mit den größten neuerungen, nix bei ferrari

Motorhaube und Hinterrad-Aufhängung am Haas VF-24 beim Formel-1-Rennen in China 2024

Das erste Formel-1-Rennwochenende unter dem Sprintformat mit reduzierter Trainingszeit hat die Hälfte der Teams davon abgehalten, beim China-Grand-Prix 2024 in Schanghai technische Updates einzusetzen. Allen voran Red Bull und Ferrari haben keine neuen Teile dabei, aber auch McLaren, Aston Martin und Sauber verzichten beim fünften Saisonlauf auf Performance-Änderungen an ihren Autos.

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Cockpitschutz Halo am Williams FW46 beim Formel-1-Rennen in China 2024

Bemerkenswert ist: McLaren ist beim fünften Rennwochenende des Jahres das einzige Team noch ohne Performance-Update in der Saison 2024. Lando Norris und Oscar Piastri fahren also weiterhin mit einem Auto, das technisch auf dem Stand des Auftaktrennens in Bahrain ist.

Anders Haas: Das US-Team um Nico Hülkenberg und Kevin Magnussen setzt in China erstmals in diesem Jahr technische Neuerungen ein. Und das deutlich früher als in den zurückliegenden Jahren: 2023 hatte Haas sein einziges großes Update erst beim USA-Grand-Prix in Austin im Herbst verwendet. 2024 ist der Rennstall deutlich früher dran mit dem ersten Schwung neuer Teile.

Der VF-24 ist für China gleich an mehreren Stellen überarbeitet worden: Neu sind die Vorderkanten und Außenkanten des Unterbodens, was für mehr Abtrieb und eine bessere Fahrbarkeit sorgen soll. Eine veränderte Motorhaube dient der optimierten Kühlung und produziert obendrein weniger störende Abluft, was die Effizienz des Heckflügels verbessert.

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Unterboden-Update am Alpine A524 beim Formel-1-Rennen in China 2024

Mehr Abtrieb hat Haas im Bereich der hinteren Bremsschächte im Sinn. Der veränderte Anstellwinkel der kleinen Winglets rund um den Radträger soll die Aerodynamik an der Hinterachse optimieren. Und schmalere Rückspiegel-Gehäuse haben weniger Luftverwirbelungen dahinter zur Folge, was ebenfalls der Gesamtaerodynamik zugutekommt.

Die Aero-Updates von Racing Bulls, Williams und Mercedes

Das vierte Performance-Update in Folge bei Racing Bulls fällt dagegen klein aus: Das neubenannte Team aus Faenza in Italien hat leicht veränderte Kopfstützen für die VCARB 01 von Daniel Ricciardo und Yuki Tsunoda dabei. Sinn und Zweck der Neuerung ist ein verbesserter Luftstrom hin zum Heckflügel mit weniger verwirbelter Luft am hinteren Ende des Cockpits.

In einem ähnlichen Bereich war Williams tätig: an den FW46 von Alexander Albon und Logan Sargeant sind in Schanghai modifizierte Verkleidungen am Cockpitschutz Halo zu sehen. Die optimieren den Luftstrom über das Cockpit hinweg und sorgen für eine effizientere Aerodynamik im Heckbereich des Fahrzeugs.

Eher kosmetisch fällt auch das Mercedes-Update an den beiden W15 von Lewis Hamilton und George Russell aus: Neu sind kleine Winglets links und rechts am hinteren Ende des Cockpitschutzes Halo. Diese Anbauteile dienen der Glättung des Luftstroms hinter dem Cockpit und sollen ebenfalls die Anströmung des Heckflügels verbessern.

Warum es 2024 auf Details ankommt

Dass gleich drei Teams Änderungen im Cockpitbereich vornehmen, ist kein Zufall. “Es handelt sich dabei um einen wichtigen Bereich am Auto”, erklärt Dave Robson als Leiter Fahrzeug-Performance bei Williams. “Du musst solche schrittweisen Optimierungen vornehmen, zumal das auch recht schnell geht und noch dazu ziemlich geringe Kosten verursacht.”

Williams sei durch den Einsatz von Flow-vis-Farbe auf die Notwendigkeit eines Updates gekommen: “Da haben wir Dinge gesehen, die uns nicht gefallen haben. Das hat uns dazu inspiriert, Änderungen am Luftstrom vorzunehmen, um sicherzustellen, dass die Luft im Heck des Autos richtig ankommt.”

Nach dem Frontflügel-Update für Japan (“das war viel Aufwand”) sei die Halo-Verkleidung der nächste logische Schritt gewesen, sagt Robson. “Und jetzt arbeiten wir schon wieder am nächsten Update-Paket.”

Das vorgezogene Update von Alpine für Ocon

Ausdrücklich nur für Esteban Ocon setzt Alpine in China ein technisches Update am A524 ein. Das aktuelle Formel-1-Schlusslicht hat die Seitenwände des Diffusors unter dem Heckflügel überarbeitet und verspricht sich davon einen verbesserten Luftstrom um die Hinterräder herum.

Außerdem bringt Alpine in Schanghai einen neuen Unterboden an den Start. Veränderte Vorder- und Außenkanten sollen für mehr Abtrieb sorgen und zugleich die Gesamtaerodynamik des Autos optimieren. Ein neuer Einschnitt im hinteren Unterboden-Bereich erinnert an eine Alpine-Lösung aus der Saison 2023 (siehe kleines Bild im Kreis).

Anders als Ocon hat Pierre Gasly erst beim folgenden Rennwochenende in Miami Zugriff auf die Alpine-Updates, die ursprünglich erst in Miami hätten kommen sollen. Das unter Druck stehende Alpine-Team aber hat zumindest einen Satz neuer Teile um ein Rennwochenende vorgezogen. Steht in Zukunft wieder mal nur ein Satz neuer Teile zur Verfügung, dann soll Gasly davon profitieren dürfen.

Neues, leichteres Chassis für Alpine

Das vielleicht entscheidendste Update für Alpine in China ist indes ein neues, leichteres Chassis, das laut Technikchef Ciaron Pilbeam erstmals 2024 einsatzbereit ist. Aber ob Alpine damit das Mindestgewicht erreicht oder weiter zu schwer ist, das will Pilbeam nicht sagen.

Auf Nachfrage meint er nur: “Wir arbeiten schon seit vor dem ersten Rennen daran. Einige kleinere Schritte werden uns dahin bringen. Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, aber wir werden schon bald an einen Punkt kommen, an dem wir zufrieden sind. Dann haben wir etwas mehr Flexibilität und können das Auto auch am Limit bewegen.”

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