Sechs Jahre ohne Meistertitel sind genug

So souverän wie nie spielten sich die Zürcher in den Final. Gegner Lausanne hat ähnliche Stärken, doch der ZSC ist in allen Bereichen leicht besser. Diese Chance gilt es zu packen.

So souverän wie nie spielten sich die Zürcher in den Final. Gegner Lausanne hat ähnliche Stärken, doch der ZSC ist in allen Bereichen leicht besser. Diese Chance gilt es zu packen.

sechs jahre ohne meistertitel sind genug

Für die ZSC-Fans gab es im Playoff bisher viel zu jubeln. Geht es auch im Final gegen Lausanne so weiter?

2018 gewannen die ZSC Lions ihren letzten Titel praktisch aus dem Nichts. Der oft unterschätzte Kanada-Schweizer Hans Kossmann ersetzte die Schweden Hans Wallson und Lars Johansson in der Weihnachtspause, krempelte die Ärmel hoch und führte die Zürcher im Playoff von Rang 7 aus zu ihrem sechsten Meistertitel der Neuzeit. So läuft das manchmal im Sport: Es klappt dann, wenn man es am wenigsten erwartet.

Seitdem wurden die ZSC Lions schon mehrmals als Transfersieger und Favorit Nummer 1 bezeichnet, doch weitere Titel sind ausgeblieben. Die Liga ist ausgeglichener geworden, zuletzt auch durch die Erhöhung auf sechs spielberechtigte Ausländer. Doch mit ihren finanziellen Ressourcen, ihrem Know-how, dem reichen Reservoir an jungen Spielern und inzwischen auch ihren optimalen Bedingungen in der neuen Swiss-Life-Arena verfügen die Zürcher über das beste Gesamtpaket im Schweizer Eishockey.

Optimal in Stellung gebracht

Das bedeutet: Eine Meisterfeier alle drei, vier Jahre ist nicht zu viel verlangt. In dieser Saison haben sich die ZSC Lions nun optimal in Stellung gebracht. Sie spielten eine überzeugende Regular Season, in der sie zurück zu ihrem Tempohockey fanden und ihr Selbstvertrauen stärkten, und traten im Playoff in den ersten zwei Runden gegen Biel und Zug so diszipliniert und fokussiert auf wie wohl noch nie auf dem Weg in den Final. Nur 2012 hatten sie den Viertel- und den Halbfinal jeweils 4:0 gewonnen.

sechs jahre ohne meistertitel sind genug

Sie surfen auf einer Welle der Euphorie: Die Lausanner – hier Sekac, Riat und Suomela – zogen erstmals in den Final ein.

All das garantiert ihnen nichts in der am Dienstag beginnenden Finalserie gegen Lausanne, das auf einer Welle der Euphorie surft. Die Waadtländer haben ähnliche Stärken wie sie: Sie konnten sich bisher auch auf einen guten Goalie (Hughes) und eine erfahrene Verteidigung verlassen, haben einen starken Schweizer Kern, gute Ausländer (Pilut, Djoos, Suomela, Raffl, Sekac) und ein breites Kader. Sie können wie die Zürcher ein hohes Tempo anschlagen und haben in Jungstar Rochette ebenfalls eine Prise des jugendlichen Enthusiasmus. Und auch sie haben in Geoff Ward einen ehemaligen NHL-Headcoach an der Bande.

Nur der Titel zählt

Was die ZSC Lions aber zuversichtlich stimmen darf: Sie sind in allen Bereichen noch eine Spur besser. Und vielleicht auch eine Spur entschlossener. Lausanne hat mit dem erstmaligen Einzug in den Playoff-Final schon ein Highlight erreicht, für die Zürcher zählt nur der Titel. Für mehrere Schlüsselspieler wie Weber, Andrighetto, Malgin oder Hollenstein wäre es der erste überhaupt.

Die ZSC Lions haben sich im Playoff in Schwung gespielt, sie haben keine Verletzten und volle Energietanks. Diese Chance dürfen sie sich nicht entgehen lassen. Sechs Jahre ohne Meistertitel sind genug.

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