Geraldine Rauch, Ricarda Lang und Co.: Für sie kommen Elon Musks Änderungen auf X zu spät

geraldine rauch, ricarda lang und co.: für sie kommen elon musks änderungen auf x zu spät

Die Sache mit den Likes: Geraldine Rauch und Ricarda Lang hatten damit schon Probleme.

Die Nachricht verbreitete sich am Mittwoch mit einiger Aufregung in den sozialen Netzwerken. Dass bei Elon Musks Online-Plattform X künftig nicht mehr öffentlich zu sehen sein wird, wer welchen Beitrag mit einem Like versehen hat, gefällt nicht allen.

Künftig aber gilt, so hat es Musk selbst auf dem einst Twitter genannten Dienst verkündet: „Your likes are now private“. Nur noch dem Autor selbst wird weiterhin angezeigt, welchen Nutzern sein Beitrag gefiel. Zudem kann man als Nutzer weiterhin die eigenen Likes sehen, andere können dies jedoch nicht.

Die Zahl der Likes sei massiv angestiegen, nachdem sie privat gemacht wurden, ließ Musk am Donnerstag wissen. X begründet die Änderung mit einem besseren Schutz der Privatsphäre. Früher bei Twitter waren Likes grundsätzlich offen sichtbar. Das hat schon einige, auch prominente User in Bedrängnis gebracht, wenn sie das Herz-Symbol unter problematischen oder unangebrachten Tweets anklickten.

Für diese bekannten Social-Media-Nutzer kommen die jetzigen Änderungen jedenfalls definitiv zu spät.

Der Präsidentin der Berliner TU wäre in jedem Fall eine Menge Ärger erspart geblieben, wären ihre Likes unsichtbar geblieben. So aber steht Geraldine Rauch auch weiterhin unter Druck, weil sie kontroverse Posts auf X mit einem „Gefällt mir“ markiert hat.

In ihrem Fall ging es unter anderem um einen Beitrag mit Fotos von Demonstranten, die ein Bild des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit aufgemaltem Hakenkreuz hochhalten. Die Mathematikerin hatte sich dafür mehrfach entschuldigt und erklärt, sie habe den Beitrag wegen seines Textes mit einem Like markiert und das darunter gepostete Bild nicht genauer betrachtet.

Zurückgetreten ist sie bislang zwar nicht, aber die Kritik an dieser Entscheidung ebbt nicht ab. Bundeskanzler Olaf Scholz hat die 41-Jährige inzwischen aus seinem Zukunftsrat geworfen. Man darf davon ausgehen, dass die TU-Präsidentin sich wünschte, die neue X-Funktion wäre ein bisschen früher eingeführt worden – was gerade auch etliche Nutzer in ironischen Tweets bemerken.

Als im vergangenen August Tausende Social-Media-Nutzer einen Tweet der Grünen-Chefin Ricarda Lang kommentierten und likten, erregte das das Interesse der Community. Ist die Reichweite hier nicht überdurchschnittlich hoch? „Die Herkunft der Likes ist zudem bemerkenswert“, schrieb ein Nutzer augenzwinkernd auf X. Ein anderer kommentierte: „Viele gekaufte Bots unter den Tweets von Ricarda Lang. Zufall? Bewusst erkauft? Von wem bezahlt? Mit Steuergeldern? Ist das Propaganda?“

Viele fanden es nicht normal, dass Langs Beitrag innerhalb kürzester Zeit mehr als 400.000-mal gesehen, rund 9500-mal geliked und knapp 3400-mal kommentiert wurde. Die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen hatte damals geschrieben: „Unser Land braucht Investitionen, um unseren Wohlstand zu sichern. Der Koalitionsvertrag sieht hier mit den Investitionsgesellschaften explizit eine Möglichkeit im Rahmen der Schuldenbremse vor. Diese Instrumente sollten wir nutzen.“

Der Focus hatte damals im Büro von Ricarda Lang angefragt, ob es eine Erklärung für die falschen Likes gibt. Eine Parteisprecherin teilte daraufhin mit: „Die Bots sind selbstverständlich nicht durch uns erstellt oder beauftragt. Über ihren Ursprung haben wir keine Kenntnis. Auch im Sinne einer guten Debattenkultur braucht es grundsätzlich ein konsequentes Vorgehen gegen Bots in den sozialen Medien. Hier sind die Plattformbetreiber in der Pflicht.“

Nun, die Plattformbetreiber haben reagiert – jetzt kann keiner mehr sehen, ob Bots oder echte Menschen herzen. Für Lang allerdings zu spät, das Skandälchen schon passé.

Die britische Schriftstellerin und Harry-Potter-Schöpferin Joanne K. Rowling ist Shitstorm-erfahren und überlegt sich sicher jeden Like genau. Seit Jahren wird Rowling für ihre Tweets zum Thema Transgeschlechtlichkeit kritisiert. So missbilligte sie einen Artikel, der Sprachwendungen wie „menstruierende Menschen“ anstatt „Frauen“ nutzte. Oder sie bezeichnete ausschließlich das biologische Geschlecht als real.

geraldine rauch, ricarda lang und co.: für sie kommen elon musks änderungen auf x zu spät

In der Debatte um die Rechte von Transmenschen sorgt die „Harry Potter“-Autorin Joanne K. Rowling immer wieder für Aufsehen.

Manchmal reichen aber auch schon ihre „Gefällt mir“-Angaben, um Aktivisten gegen sie aufzubringen. Das englischsprachige, linksliberale Nachrichtenportal Vox veröffentlichte erst vor einem Monat einen Artikel zu der Erfolgsautorin. Unter der Headline „Ist JK Rowling transphob? Lassen wir sie selbst zu Wort kommen“ versammelt die Autorin des Textes eine „Zeitleiste zu JK Rowlings Transphobie“.

An dieser Recherche kann man sehen, das Internet vergisst nicht. Es werden Likes von 2017 und 2018 herangezogen, mit denen Rowling auf umstrittene Artikel zum Thema reagiert hat. Auch ein Tweet, in dem Transfrauen als „Männer in Kleidern“ bezeichnet werden, gefiel ihr. Ein Versehen, wie es später hieß. Mausgerutscht oder nicht – auch solche Debatten werden sich mit versteckten Likes künftig verändern.

Im Fahrwasser von Joanne K. Rowling geriet auch der „Star Wars“-Schauspieler Mark Hamill ins Straucheln – und musste Anfang 2023 ernüchtert feststellen: „Twitter ist leider kein Ort für Nuancen.“

Hamill war ins Zentrum des Zorns geraten, nachdem er einen Tweet der Autorin geliked hatte, den viele Nutzer als transphob empfanden. Dem Schauspieler gefiel die Antwort Rowlings auf einen früheren Beitrag der transsexuellen Moderatorin India Willoughby. „Ich bin mehr Frau, als JK Rowling es je sein wird“, schrieb die Moderatorin, worauf Rowling antwortete: „Quellenangabe erforderlich.“

„Warum klicken Sie auf ‚Gefällt mir‘ für Rowlings transphoben Hasskreuzzug?“, kommentierte ein Benutzer und taggte den 72-jährigen Hamill. Nach der hitzigen Debatte in den sozialen Medien gab Hamill eine Erklärung ab. Er unterstütze die Menschenrechte für alle, unabhängig von ihrer Geschlechtsidentität. Wenn Hamill künftig ein Like setzt, dann möge die Macht der Verschwiegenheit mit ihm sein.

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