Brutaler Absturz wegen eines Lenkrads?

Von einer sportlichen Krise zu sprechen, wäre noch untertrieben. Die SSC Neapel hat Probleme ohne Ende, dabei geht es nicht nur um den Trainerposten. Liegt es etwa am Lenkrad eines Fiat Pandas?

brutaler absturz wegen eines lenkrads?

Brutaler Absturz wegen eines Lenkrads?

Die SSC Neapel hat die Kontrolle verloren, ist quasi von der Straße abgekommen - was womöglich auch mit dem fehlenden Lenkrad eines Fiat Pandas zu tun hat, dem Auto von Neapels ehemaligem Trainer Luciano Spalletti.

In der Saison 2021/22 hatte dieser mit seinem Team in den letzten Zügen der Saison die Meisterschaft verspielt, die erbosten Napoli-Ultras klauten ihm daraufhin kurzerhand das Lenkrad seines Fiats. Sie hinterließen eine Botschaft: „Du bekommst dein Auto wieder - sobald du abhaust!“

Spalletti wollte sein Lenkrad offenbar wiederhaben. Der Italiener holte in der folgenden Saison den heiß begehrten Scudetto, den ersten seit über 30 Jahren. Anschließend trat er ab, getreu dem Motto: Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Zum Abschied bekam er sein Lenkrad von den Ultras zurück, zusammen mit einigen CDs - sozusagen im Austausch für die Meisterschale.

Ein Happy End für den Coach und seinen Fiat, aber zeitgleich auch der Beginn eines schmerzhaften Abstiegs. Den nach einem Jahr wie im Rausch sieht die Welt am Fuße des Vesuvs komplett anders aus. Sportliche Erfolge bleiben seither aus, es gibt hässliche Streitigkeiten um einen Superstar, der Verein befindet sich im Ungleichgewicht.

Neapel und die sportliche Krise

Zum Saisonfinale kam Neapel gegen US Lecce nicht über ein torloses Remis hinaus - es war gewissermaßen ein Spiegelbild einer verkorksten Saison. In der Serie A landete Napoli lediglich auf Rang zehn und wird kommende Saison nicht am internationalen Geschäft teilnehmen.

Natürlich soll mal wieder ein neuer Trainer her. Die Suche gestaltete sich indes schwierig. Zwischenzeitlich wurde Gian Piero Gasperini von Europa-League-Sieger Atalanta Bergamo als Wunschkandidat heiß gehandelt, doch Atalanta kämpft um einen Verbleib seines Erfolgstrainers.

Daher verdichten sich in italienischen Medien die Anzeichen, dass Antonio Conte der neue Coach werden soll. Der 56-Jährige holte viermal den Scudetto (dreimal mit Juve und einmal mit Inter) und soll nun auch Napoli zurück in die Erfolgsspur führen.

Mit Spalletti-Nachfolger Rudi Garcia und Walter Mazzarri mussten diese Saison bereits zwei Trainer den Verein verlassen, aktuell befindet sich der Slowake Francesco Calzona im Amt.

Osimhen vom Stürmerstar zum Streitfall

Neben dem Trainerposten sorgte während einer verkorksten Saison immer wieder der Name Victor Osimhen für Aufregung. Im Vorjahr war der Stürmer noch der strahlende Fokuspunkt des Sensationsteams. In dieser Saison stand er aus unschönen Gründen im Rampenlicht.

Ein TikTok-Video des eigenen Vereins hatte Osimhen und dessen Umfeld verärgert. „Ein Video, in dem Victor verspottet wurde, wurde zunächst veröffentlicht und dann verspätet gelöscht“, schimpfte sein Berater Roberto Calenda. Osimhen.

Es drohte ein Zerwürfnis, der Superstar wollte den Verein sogar verklagen. Die Tormaschine - die in dieser Saison 14 Treffer weniger erzielte als in der Spielzeit zuvor - wird den Verein im Sommer aller Voraussicht nach verlassen.

Napoli-Boss: „Wir bitten nicht um Geld“

Mit der sportlichen Misere, dem Fragezeichen auf dem Trainerposten und der Personalie Osimhen sind aber immer noch nicht alle Probleme der Napolitaner aufgezählt. Präsident Aurelio De Laurentiis reibt sich auf so manchem Nebenschauplatz auf.

Kürzlich klagte er über „Erpressung“ durch Spielerberater. Er appellierte gar an die italienische Regierung, die doch endlich einschreiten solle, um die fortschreitende Verschuldung im Fußball einzudämmen: „Wir bitten nicht um Geld, sondern um Gesetzesänderungen, die es unserem Sektor ermöglichen, finanzielle Energie zurückzugewinnen.“

Darüber hinaus monierte De Laurentiis den „übermäßig vollen Terminkalender“ - und dass der Staat Hooligans in Stadien dulde. „Das ist sehr ernst, es ist ein Eingeständnis der Schwäche des Staates, der die Kriminalität in den Stadien, die freies Land sind, zugibt.“

„Wir haben nicht meinetwegen gewonnen“

Womit der Kreis zu Spaletti geschlossen wäre. Hat Ex-Coach die Flut an Problemen kommen sehen? „In Neapel hatten wir alles, um an das anzuknüpfen, was wir gewonnen haben“, sagte er selbst.

Und deutete dann zumindest an, dass er den Verein auch wegen der Hooligans und seines entwendeten Lenkrads verlassen hatte: „Sie sollten sich vieler Dinge bewusst sein. Ich liebe jeden, ich vergebe jedem, aber ich vergesse nicht. Ich sage nicht, warum ich gegangen bin, aber nicht aus Angst“, verriet der 65-Jährige.

Es braucht also dringend Veränderung in Neapel: „Wir haben nicht meinetwegen gewonnen, sondern wegen einer Stadt, die eine enorme Leidenschaft hat“, erkläre Spalletti.

Zur Leidenschaft eines Vereins scheint aber nicht der Diebstahl eines Lenkrads zu gehören.

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