Japanische Softbank Group: „Das größte Risiko für uns ist es, keine Risiken einzugehen“

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Investorenlegende und Softbank-CEO: Masayoshi Son im Oktober auf einer unternehmenseigenen Konferenz

Der größte Technologie-Investor der Welt, die japanische Softbank Group, will nach einigen Jahren der Zurückhaltung wieder stärker ins Risiko gehen, um beim Thema der Künstlichen Intelligenz (KI) weiter vorne mitzuspielen. Vor allem die glänzende Kursentwicklung des britischen Chipdesigners Arm, der im September an die Börse gegangen ist, aber immer noch zu 90 Prozent den Japanern gehört, bietet dem Unternehmen von Investorenlegende Masayoshi Son neue finanzielle Spielräume.

Mit 27,8 Billionen Yen (165 Milliarden Euro) liegt der Nettoinventarwert aktuell so hoch wie nie. Zwischen Januar und März machte Softbank einen Gewinn von umgerechnet knapp 2 Milliarden Euro und meldete den zweiten Quartalsgewinn nach mehreren Verlustquartalen.

Die nächste große Wette

Das gebe dem Unternehmen nun wieder die Möglichkeiten, strategische Investments einzugehen, sagte der Finanzvorstand Yoshimitsu Goto anlässlich der Vorstellung der Jahreszahlen in Tokio in der vergangenen Woche: „Das größte Risiko für uns ist es, keine Risiken einzugehen.“ Softbank hatte sich eine Zeit lang mit neuen Investitionen zurückgehalten, da mit der Flaute in der Tech-Branche auch viele der Beteiligungen in den drei Softbank-Fonds an Wert verloren hatten. Der jüngste Aufschwung hat nun auch Softbank beflügelt. Die Aktie hat seit Jahresbeginn ein Drittel im Kurs zugelegt.

Sons nächste große Wette ist die KI. Dafür soll Arm weit mehr sein als eine lohnende Kapitalbeteiligung. Durch das Zusammenspiel mit anderen Portfolio-Unternehmen und weiteren Investitionen in Höhe von umgerechnet 64 Milliarden Dollar will Son Softbank zu einem Machtzentrum in der KI ausbauen. Arm soll dafür unter anderem selbst in die Entwicklung von KI-Chips einsteigen, wie die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ berichtete. Schon im kommenden Jahr sollen erste Produkte präsentiert werden. Weder Goto noch der Finanzvorstand von Arm, Jason Child, der auf der Pressekonferenz vergangene Woche ebenfalls anwesend war, wollten sich zu dem Bericht äußern.

Arm-Chef Rene Haas hatte aber schon Anfang des Jahres auf der Messe CES in Las Vegas selbstbewusst verkündet: „Keiner kann KI betreiben ohne Arm.“ Wie Child auf der Pressekonferenz berichtete, treffen Son und Haas sich regelmäßig, um zu besprechen, welche neuen und einzigartigen Lösungen Arm noch anbieten könne.

KI mit weniger Strom

Goto sprach vor allem davon, wie Arm dafür sorgen solle, dass KI-Anwendungen weniger Strom verbrauchen. Schon heute würden die Rechenzentren in aller Welt im Jahr mehr Strom verbrauchen als etwa das Vereinigte Königreich. Die Chipdesigns von Arm würden nun schon Marktgrößen wie Amazon, Microsoft und Oracle dabei helfen, energieeffizienter zu arbeiten. Auch Nvidia und Google setzten dafür auf die Lösungen von Arm. Die beiden Vision Funds konzentrierten sich bei ihren jüngsten Investitionen vor allem darauf, wie KI die Automatisierung in der Industrie verbessern kann, zum Beispiel über automatisierte Lagerhäuser. Vor kurzem wurde nun bekannt, dass Softbank mit mehr als 1 Milliarde Dollar bei dem britischen Start-up Wayve eingestiegen ist, das das autonome Fahren vorantreiben will.

Die Beteiligung an dem chinesischen Onlinekonzern Alibaba , die durch den frühen Einstieg maßgeblich zum Erfolg von Son beigetragen hatte, hat Softbank inzwischen komplett abgestoßen. Noch im Jahr 2020 stand sie für fast die Hälfte der Vermögenswerte. Damit habe das Unternehmen zum einen auf die zunehmenden geopolitischen Spannungen reagiert, sagte Goto, aber eben auch die Zuwendung zu KI vorangetrieben. Inzwischen macht Arm 47 Prozent der Vermögenswerte aus. Die Beteiligung an T-Mobile und der Deutschen Telekom, bei der Softbank mit 4,5 Prozent der größte Privatinvestor ist, stehen für 7 Prozent der Softbank-Werte.

Das hat auch eine geographische Neuaufstellung des Tech-Investors mit sich gebracht. War noch vor vier Jahren China der klare Schwerpunkt der Japaner, so steht inzwischen die Region „Europa, Naher Osten, Afrika“ für mehr als die Hälfte der Vermögenswerte.

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