RB Salzburg, Seonbuchner: „Nur weil man nicht Meister wird, muss man nicht alles verteufeln“

12 (!):2 Tore aus den finalen beiden Meistergruppen-Partien verdeutlichen, dass der FC Red Bull Salzburg alles probierte, um doch noch den elften Meistertitel en suite zu schaffen. Doch zu spät! Drei Niederlagen in der Meistergruppe - wie zuvor in fünf Jahren nicht zusammen - waren zu viel. Zu viel kam auch zusammen in dieser Saison, Verletzungspech inklusive. Und natürlich ein starker SK Sturm Graz, dem die Roten Bullen, ob "zähneknirschend" oder nicht, den Meisterteller zu überlassen haben. Beim 7:1 gegen den LASK spielten sich BL-Torschützenkönig Karim Konaté (20) & Co. nochmal in einen Torrausch. Salzburger STATEMENTS...

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RB Salzburg, Seonbuchner: „Nur weil man nicht Meister wird, muss man nicht alles verteufeln“

Der Torschützenkönig der ADMIRAL Bundesliga-50. Jubiläumssaison kommt vom FC Red Bull Salzburg und ist damit Nachfolger von Guido Burgstaller (SK Rapid) und Karim Adeyemi aus den Vorjahren: Karim Konaté. Der 20-jährige Ivorer ist einer der Gewinner bei Onur Cinel, erzielte unter dem deutschen Interimstrainer in den vergangenen acht Spielen zehn Tore und brachte es insgesamt in 29 Einsätzen auf 20. Dafür bekam Konaté die Trophäe von David Reisenauer (Bundesliga-Vorstand).

„Meisterschaft haben wir nicht in den Spielen gegen Sturm Graz verloren“

Bernhard Seonbuchner (Sportdirektor RB Salzburg):

…nach dem Spiel: „Die Ausgangssituation vor dem Spiel war ja klar, dass wir unseres dazu beitragen können. Da muss ich unserer Mannschaft ein Kompliment machen, das hat sie eindrucksvoll gemacht. Der Sieg war verdient, auch in dieser Höhe verdient. Das andere konnten wir nur dahingehend beeinflussen, dass wir ein frühes Tor machen. Ich habe das Spiel in Graz nicht gesehen, aber sie haben es 2:0 gewonnen. Ich gehe davon aus, dass sie es verdient gewonnen haben. Deswegen an dieser Stelle Glückwunsch nach Graz und Gratulation zur Meisterschaft.“

…über die nicht geschaffte Meisterschaft: „Die Meisterschaft haben wir sicherlich nicht in den Spielen gegen Sturm Graz verloren. Die haben wir in anderen Spielen verloren. Das war zu unstabil, es waren zu viele Schwankungen da. Ich denke, dass wir uns die letzten zwei Spiele noch einmal zurückgemeldet haben. Man hat gesehen, dass da ein kleiner Umschwung eingeleitet wurde, aber leider ein kleines bisschen zu spät.“

„Es geht darum, kommende Saison insgesamt ein anderes Gesicht zu zeigen“

…über sein persönliches Saisonfazit: „Von selbst kommt gar nichts. Das weiß jeder, der im Leistungssport unterwegs ist. Da geht es darum, tagtäglich abzuliefern, sich für die Zukunft auszurichten. Dementsprechend ist es meine Aufgabe als Sportdirektor, nicht nur im hier und jetzt zu sein, sondern auch in der Zukunft zu sein. Da bin ich längt angekommen, unabhängig von dem Spiel heute und ob wir Meister geworden sind oder nicht. Es geht darum, in der kommenden Saison insgesamt ein anderes Gesicht zu zeigen. Daran wir gearbeitet.“

…über eine etwaige Verlängerung des Vertrags von Flavius Daniliuc: „Das werden wir sehen. Jetzt hoffe ich erstmal, dass es für die Nationalmannschaft nominiert wird, für die Europameisterschaft. Das ist sicher noch einmal ein Highlight.“

…über die Lehren aus der Saison: „Nur weil man nicht Meister wird, muss man nicht alles verteufeln. Da muss man jetzt ein, zwei Tage vergehen lassen. Es sind auch während der Saison ständig Reflektionen und Analysen. Genauso macht man das jetzt. Da wird man jetzt sicherlich nichts aus einer Emotion oder aus Aktionismus heraus entscheiden. Das ist sicherlich der falsche Ratgeber. Es ist wichtig, dass man ein klares Bild hat, wohin man möchte und daran angelehnt vernünftige Entscheidungen zu treffen.“

„Fühlt sich irgendwie auch gut an“

Onur Cinel (Spieler RB Salzburg):

…nach dem Spiel: „Gratulation an Sturm Graz zur Meisterschaft! Wir selbst wollten heute zeigen, dass wir Prozesse machen, dass wir uns entwickeln, als richtiges Team auftreten. Es war ein super Spiel vor heimischer Kulisse. Das waren wir uns selber schuldig, das waren wir den Familien schuldig, den Zuschauern schludig. Entsprechend fühlt sich das trotzdem irgendwie auch gut an, das Spiel heute.“

…über den Spielverlauf im Grazer Parallelspiel: „Ich wollte die Information schon haben. Mit war auch klar, dass da noch etwas passieren kann. Entsprechend war mir klar, dass da noch einmal was geht. Ich war total glücklich über unser Spiel heute, dass das ein bisschen nebenher lief.“

…über seine Wochen als Salzburg-Cheftrainer: „Ich ziehe persönlich ein positives Fazit. Ich habe zwischendurch zu meinem Staff immer wieder gesagt, dass es sich anfühlt wie eine Vorbereitung, weil wir bei vielen Sachen, zumindest wie wir es haben wollen, bei Null anfangen. Es ist jetzt die fünfte Woche. In der Vorbereitung wäre jetzt erst das erste Meisterschaftsspiel.

Wenn man das jetzt sieht, wie wir die letzten beiden Wochen drauf waren und uns entwickelt haben, fußballerisch und vor allen Dingen als Mannschaft, da bin ich sehr stolz darauf. Auf der anderen Seite kann ich natürlich die große Enttäuschung verstehen. Ebenso wie der Klub die letzten Jahre extrem privilegiert war was die Siege anging, so ging es mir persönlich auch. Ich weiß aber, auch wenn es im Moment richtig wehtut, wenn man aus dieser Phase die richtigen Erkenntnisse zieht, kann da etwas richtig cooles entstehen. Das wird der Klub auch nutzen.“

„Die ganze Saison war nicht gut genug“

Samson Baidoo (Spieler RB Salzburg) über die Ursachen für die Vizemeisterschaft: „Die ganze Saison war nicht gut genug. In der Liga hat man viele Konkurrenten. Alle wollen Salzburg schlagen. Nichtsdestotrotz müssen wir da dagegenhalten und unser Spiel machen.“

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Hatte im vergangenen Sommer nach seinem Wechsel vom LASK zum FC Red Bull Salzburg auf seinen ersten Meistertitel gehofft: Alexander Schlager. An Ostern sah es für den 28-jährigen, gebürtigen Salzburger auch danach aus, bejubelte der ÖFB-Teamtorhüter mit Goldtorschütze Mads Bidstrup einen 1:0-Sieg auswärts bei Titel-Rivale SK Sturm Graz und lag mit den Roten Bullen fünf Punkte vor den Steirern. Doch dann folgten Niederlagen beim LASK, Austria Klagenfurt und SK Rapid...und der vermeintlich komfortable Vorsprung war dahin. Jetzt gilt für den Rekonvaleszenten erstmal voller Fitness-Fokus, um es noch rechtzeitig für die EM zu schaffen.

„Wenn wir die richtigen Fortschritte in der nächsten Zeit machen, ist es vielleicht möglich"

Alexander Schlager (Torhüter RB Salzburg):

…über seinen Gesundheitszustand: „Der erste gute Fortschritt ist, dass ich heute schon einmal ohne Krücken dastehen kann. Ich bin super betreut bei uns, mache die Reha in Thalgau draußen, im APC. Da kümmern sich ganz viele, unglaublich gute, Therapeuten, Trainer und Ärzte um mich. Wir arbeiten tagtäglich wirklich sehr hart daran, dass ich so schnell wie möglich und so gut wie möglich Fortschritte mache. Man darf nie vergessen, dass es wichtig ist, dass mein Knie auch nachhaltig funktioniert, wenn ich dann auf den Platz gehe. Daran arbeiten wir.“

…über seinen Heilungsprozess: „Die ersten Tage waren schon hart. Erstens aus dem Grund, weil man weiß, man kann der Mannschaft im Meisterrennen nicht mehr helfen. Zweitens, wenn du die Europameisterschaft vor dir hast und so einen Rückschlag erleidest, dann ist es nicht leicht in der ersten Zeit. Unsere medizinische Abteilung hat sich aber sofort um mich gekümmert und die notwendigen Maßnahmen erklärt, direkt gehandelt. Damit war auch für mich gleich das Signal da: ‚He wir haben was vor. Wir haben was vor uns. Ich habe was vor mir.‘ Da fühlst du dich nicht alleine gelassen und das ist schon sehr gut.“

…über die Chancen auf einen EM-Auftritt: „Es ist nicht leicht für mich da zu stehen und etwas dazu zu sagen, weil ich sehr wenig Referenz dafür habe, was wirklich am Platz passiert. Eines kann ich aber vorweg sagen: Ich bin so gut wie schmerzfrei. Natürlich ist noch eine Schwellung da und Einschränkung in gewissen Bewegungen. Wenn wir die richtigen Fortschritte in der nächsten Zeit machen, ist es vielleicht möglich. Nicht zu 100 Prozent, aber wir tun alles dafür, dass es sich ausgeht.“

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Großes Kino um die Veraschiedung von FC Red Bull Salzburg-Legende Andreas Ulmer nach 15 Jahren bei den Roten Bullen.

„Wo ich nächste Saison weiterspiele, weiß ich jetzt noch nicht"

Andreas Ulmer (Etatmäßiger Kapitän RB Salzburg):

…über die verpasste Meisterschaft: „Natürlich wollen wir jedes Jahr Meister werden. Jetzt im letzten Spiel hat man gesehen, was für uns möglich ist, wenn wir unsere Qualität und Spielfreude auf den Platz legen. Es ist nicht am letzten Spieltag entschieden worden. Gerne hätte ich noch den einen oder anderen Titel mitgenommen. Über die ganze Saison hinweg muss man schauen, wo wir die Punkte liegen lassen haben. Sturm Graz ist, wenn man nach 32 Runden ganz oben steht, verdient Meister geworden.“

…über seinen Abschied: „Es war schon sehr emotional. Zu Beginn des Tages war es die Zeit des Wartens, bis ich ins Stadion kommen konnte. Was die Mannschaft und die Fans hier geleistet haben, was meine Frau für mich geleistet hat, das ist schon sehr großartig, einzigartig. Da bin ich unendlich dankbar dafür.“

…über seine Zukunft: „Weiter geht es im Moment so, dass ich noch im Reha-Programm bin, meine Verletzung noch ausheilen muss. Ich würde aber gerne weiterspielen. Wo das nächste Saison sein wird, das weiß ich jetzt noch nicht. Ich bin dann auch froh, wenn eine Entscheidung getroffen worden ist.“

„Vielleicht ist es auch einmal gut, dass man sich ein bisschen selbst neu findet“

Marc Janko (Sky Experte):

…über die Ursachen für das Ende der Salzburger Meisterserie: „Es fing gleich einmal beim Saisonbeginn an. Jaissle weg kurz vor Transferende, dann hat man Struber geholt, der eigentlich keine Vorbereitung mit der Mannschaft hatte. Es gab immer wieder viele Verletzungen. Konate ist heute zum Torschützenkönig geworden, obwohl er gefühlt die ganze Saison verpasst hat.

Fernando war auch oft verletzt, ein absoluter Schlüsselspieler. Christoph Freund ist abhanden gekommen zum FC Bayern München. Da war vieles im Umbruch, vieles nicht so stimmig wie die Jahre davor. Auf der anderen Seite kannst du nicht jedes Mal eine perfekte Mischung zusammenbekommen. Irgendwann muss die Serie reißen. Wenn es nach zehn Titel ist, können hier wohl alle gut damit leben. Vielleicht ist es auch einmal gut, dass man sich ein bisschen selbst neu findet.“

SPIELFILM und weitere Details im Ligaportal-LIVETICKER

Statement-Quelle: Sky Sport Austria

Fotocredit: FC Red Bull Salzburg by Getty

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