Frankreich: Gangsterjagd nach Angriff auf Gefangenentransporter – Beamte getötet, Häftling auf der Flucht

Der Angriff auf einen Gefangenentransport mit zwei toten Beamten hält Frankreich in Atem. Während Hunderte Gefängniswärter protestieren, kommen Details zum flüchtigen Häftling heraus: Sie nennen ihn »Die Fliege«.

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Frankreich: Gangsterjagd nach Angriff auf Gefangenentransporter – Beamte getötet, Häftling auf der Flucht

Es ist der erste tödliche Angriff auf Gefängnisbeamte seit 1992: Nach dem Überfall auf einen Gefangenentransport mit zwei Toten in Frankreich sucht die Polizei weiter nach den Tätern und dem befreiten Häftling. Innenminister Gérald Darmanin mobilisiert nach eigenen Angaben »beispiellose Mittel der internationalen Zusammenarbeit und der Kriminalpolizei«, sagte er dem Sender RTL.

Am Dienstag überfielen und beschossen Unbekannte in der Region Eure in der Normandie einen Gefangenentransport an einer Mautstelle. Ein Auto rammte den Transporter von vorn und zwang ihn so zum Stopp. Ein anderes Fahrzeug kam von hinten. Die Angreifer schossen mit Maschinenpistolen auf den Transporter, töteten zwei Beamte und verletzten drei weitere schwer. Einer der beiden getöteten Beamten hinterlässt zwei Kinder, der andere eine Frau, die im fünften Monat schwanger ist.

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Der Überfall fand vor den Augen geschockter Autofahrer statt. Einige von ihnen filmten das Geschehen: Auf einem auf X verbreiteten Video ist durch die Windschutzscheibe eines Autos zu sehen, wie zwei der schwarz gekleideten Täter ihre Waffen auf den Gefängnis-Transporter richten, der von einer schwarzen Limousine blockiert wird.

Spitzname: »Die Fliege«

Der Häftling konnte daraufhin zusammen mit den vier Angreifern fliehen. Die Pariser Staatsanwaltschaft gab an, dass es sich bei dem Flüchtigen um Mohamed Amra handelt. Spitzname: »Die Fliege«. Ein Gericht hatte den 30-Jährigen zuvor unter anderem wegen Einbruchs und schweren Diebstahls zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Es warf ihm außerdem in anderen Fällen vorsätzliche Tötung und Freiheitsberaubung vor.

Amras Anwalt, Hugues Vigier, gibt sich derweil schockiert über die »unentschuldbare« und »wahnsinnige« Gewalt. »Das entspricht nicht dem Eindruck, den ich von ihm hatte«, sagte Vigier.

Medienberichten zufolge hat »Die Fliege« Kontakte zum organisierten Verbrechen. Kurz zuvor hatte Amra demnach versucht, in seiner Zelle die Gitterstäbe durchzusägen, um sich zu befreien.

Wenige Kilometer entfernt fand die Polizei inzwischen zwei Autos auf, bei denen es sich um die Fluchtfahrzeuge handeln könnte. Von den Tätern fehlte allerdings jede Spur. Der Gefangenentransport wurde nicht von der Polizei eskortiert – Gewerkschaften fordern nun besseren Schutz von Strafvollzugsbeamten und mehr Personal.

Proteste der Gefängniswärter: »Wir werden nicht für den Tod bezahlt«

Während die Suche nach den Tätern und dem flüchtigen Häftling läuft, haben sich Hunderte von Gefängnisbeamten zu Protesten zusammengefunden. Am Morgen blockierten Gruppen von Gefängnisbeamten in ganz Frankreich laut »Guardian« die Eingänge der Gefängnisse, während einige Paletten und Reifen verbrannten.

In einem Gefängnis in der Nähe von Marseille kamen demnach über 100 Gefängnisbeamte unter einem Transparent zusammen, auf dem stand: »Wir werden nicht für den Tod bezahlt.«

Die Gefängnisbeamten hielten demnach zudem eine Schweigeminute ab, um der getöteten Beamten zu gedenken. Sie wollten darüber hinaus ihre Unterstützung für die drei anderen Beamten zum Ausdruck bringen, die bei dem Angriff auf den Gefängniskonvoi schwer verletzt worden waren. Viele Beamte sagten laut »Guardian«, sie würden am Mittwoch nur einen minimalen Dienst leisten. Die Gewerkschaften forderten mehr Sicherheit und begrenzte Verlegungen von Gefangenen zwischen Gefängnissen und Gerichtsgebäuden.

Die Beamten mahnen demnach die schlechten Bedingungen und die Gewalt in Frankreichs überfüllten Gefängnissen an. »Wenn man drei Personen in eine Zelle steckt, die neun Quadratmeter groß ist und nur eine Person aufnehmen sollte, führt das natürlich zu Spannungen und Zwischenfällen«, sagte Erwan Saoudi von der Gewerkschaft FO Justice dem »Guardian«.

Um den Flüchtigen und seinen Komplizen zu finden und eine offenbar gut organisierte Verschwörung zu untersuchen, ging der Fall nun an die Staatsanwaltschaft des französischen Büros zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens.

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