Schneemassen im Süden - Glätte bundesweit

Düsseldorf/München. Schnee und Eis haben in Süddeutschland für Verkehrschaos und Stromausfälle gesorgt. Der Bahnverkehr ist in Bayern weiterhin eingeschränkt, an einigen Schulen fällt der Unterricht aus. Auch weiter nördlich bleibt es glatt.

schneemassen im süden - glätte bundesweit

Ein Regionalzug blieb am Wochenende im Münchner Hauptbahnhof stecken. Für den Vormittagwird auch in der Mitte Deutschlands erneut mit Schneefall gerechnet.

Der Wintereinbruch hat Deutschland nach wie vor im Griff – vor allem im Südosten. Auch in anderen Regionen gab es Unfälle. Bundesweit wird für den Vormittag vor Glätte gewarnt.

Im Rhein-Sieg-Kreis wurden am Abend zwei Frauen bei Unfällen auf schneeglatten Straßen leicht verletzt. Das Auto einer 60 Jahre alten Frau überschlug sich nach Polizeiangaben bei Niederkassel, vermutlich aufgrund von nicht an die Witterungsverhältnisse angepasster Geschwindigkeit. Ihr Wagen kam neben der Straße auf dem Dach zum Liegen. Die Fahrerin wurde leicht verletzt.

Wenig später kollidierte bei Lohmar eine 28-Jährige auf der Landesstraße 288 mit dem Schiebeschild eines entgegenkommenden Räumfahrzeuges. Die Frau habe angegeben, vor dem Zusammenstoß aufgrund der Straßenverhältnisse leicht ins Rutschen geraten zu sein, sagte ein Polizeisprecher.

Der starke Schneefall in Bayern vom ersten Adventswochenende hinterlässt auch zum Wochenbeginn Spuren – nicht nur als idyllisches Winterwunderland. Zugreisende müssen sich vor allem in Süddeutschland weiter auf Einschränkungen einstellen. Am Sonntag wurden zwei Fernverkehrsstrecken am Hauptbahnhof München wieder bedient, jedoch mit weniger Zügen, teilte eine DB-Sprecherin mit.

In den Landkreisen Starnberg und Mühldorf am Inn sowie in der Stadt Augsburg bleiben viele Schulen geschlossen. Teilweise werde Distanzunterricht angeboten. In Augsburg sollten 20 Schulen vorläufig ganz oder teilweise gesperrt werden. Grund seien die Schneemassen auf den Dächern der Gebäude. Nach dem Abtauen müsse zunächst die Statik der Gebäude geprüft werden.

Am Flughafen in München ist der Flugbetrieb nach einer Sperrung teilweise wieder angelaufen. Allerdings fielen am Sonntag noch immer Hunderte Flüge aus. Mehrere Tausend Haushalte vor allem in Ober- und Niederbayern blieben ohne Strom, nachdem Bäume auf Leitungen gefallen waren.

Nach den Zugausfällen wegen des Schneechaos in Bayern fordern die Eisenbahner-Gewerkschaft EVG und der Fahrgastverband Pro Bahn Konsequenzen für die Wintertauglichkeit der Bahn. Der EVG-Vorsitzende Martin Burkert sagte der „Augsburger Allgemeinen“, die deutsche Schienen-Infrastruktur sei „in weiten Teilen marode“. Es müsse große Investitionen nach dem Vorbild von Ländern wie Österreich geben.

Der Bundesvorsitzende vom Fahrgastverband Pro Bahn, Detlev Neuß, sagte der Zeitung, der Bahnverkehr sei „nach jahrzehntelanger Sparpolitik nur noch auf Kante genäht“. Eines der vielen Probleme sei, dass die Bahn aus Kostengründen bis in die jüngste Vergangenheit immer mehr Gleise als Abstellmöglichkeiten zurückgebaut habe und nun ganze Züge direkt in den Bahnhöfen abgestellt werden müssten, wenn sie ihr Ziel nicht mehr ansteuern könnten. „Durch die verstopften Bahnhöfe wird der Bahnverkehr noch schneller blockiert und kommt großflächig zum Erliegen.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Wintereinbruch in NRW — so schön ist der Schnee.

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