Kind wird 80: "Ich weiß, dass ich aufhören muss und will"

Die einen sehen in Martin Kind einen Heilsbringer, die anderen einen Totengräber. Was treibt den 96-Boss, der an diesem Sonntag seinen 80. Geburtstag feiert, weiter an?

Mäzen, Reizfigur – und Jubilar: 96-Geschäftsführer Martin Kind.

Heilsbringer oder Totengräber?

Großburgwedel, Firmenzentrale von Kind-Hörgeräte. Auf den ersten Blick scheint es, als seien die Uhren stehen geblieben. Wie immer quer auf dem Besucherparkplatz, mit kürzestmöglichem Abstand von der Fahrertür zum Eingang, steht das noble Auto einer gehobenen Marke als untrügliches Zeichen: Er ist da.

Drinnen, im Eckzimmer mit Ausguck auf die übrigen Gebäude, sitzt Martin Kind. Wie seit jeher schon seit dem frühen Morgen. Hinter demselben schlichten Schreibtisch, vor demselben Besprechungsplatz, an denen er sich mit Gästen unterhält. Sekretärin im Büro nebenan.

Kind ist geblieben. Gefühlt immer noch Chef. Aber im Haus ist es ruhiger geworden, es wirkt mehr repräsentativ. Die Geschicke des erfolgreichen Unternehmens lenkt schon lange im Wesentlichen Sohn Alexander. Ein Großteil der einstigen Produktion auf dem Areal wurde inzwischen ins thüringische Apolda verlagert.

Selbst im Hotel vis-à-vis, dem bekannten “Kokenhof”, herrscht kein geschäftiges Treiben mehr. Der Betrieb ruht, seit das Finanzamt ihm als Eigentümer vor gut vier Jahren “Liebhaberei” vorhielt. Aktuell, erzählt Kind fast beiläufig, klage er dagegen.

Kinds Weg säumen juristische Auseinandersetzungen

Juristische Auseinandersetzungen begleiten Kinds Weg seit jeher, er trägt es bemerkenswert gelassen, zumindest äußerlich. Auch im Sport. “Ich laufe nie vor Verantwortung weg, ich nehme sie an”, sagt er. “Insbesondere in Krisen. Da bin ich sehr stabil.”

  • Wirbel um Geschäftsführer Kind bei Hannover 96
  • Stammverein Hannover erhebt teils schwere Vorwürfe gegen Kind

Demnächst nun steht für den Fußball-Funktionär Kind der Showdown an. Im Juni entscheidet der Bundesgerichtshof in der Revision zur vom Mutterverein angestrebten Abberufung als 96-Geschäftsführer. Ob er dem Landes- und Oberlandesgericht folgt und seinen Verbleib bestätigt? Selbst Kind scheint nicht sicher. “Solange eine Klage zugelassen ist, bleibt es eine 50:50-Aussicht, wie das Urteil ausfällt. Warten wir einfach entspannt ab.”

„Ich laufe nie vor Verantwortung weg, ich nehme sie an. Insbesondere in Krisen.“ (Martin Kind)

Entspannt? Beobachter wittern eine gewisse Nervosität. Die ersten Instanzen hatten nach Unternehmensrecht, auf Basis der Vereinsstatuten und Regelungen im ominösen “Hannover-96-Vertrag” entschieden – pro Kind. Sieht der BGH es anders und bewertet das Verbandsrecht höher, müsste die DFL hellhörig werden.

Im besagten, 2019 gemeinsam von Mutterverein und Kapitalseite besiegelten Pakt wird die 50+1-Regel des Ligaverbands de facto ausgehebelt. Kein Wechsel in der Geschäftsführung funktioniert in Hannover ohne Zustimmung der Fußball-KG. Droht dieser dann eine Strafe, womöglich sogar der Lizenzentzug? Kind kann (und mag) sich das nicht vorstellen. “Wir sind auf Basis dieses Vertrages seither in jeder Saison von der DFL lizenziert worden. Da gibt es einen Bestandsschutz.”

“Vielleicht ein Fehler …”: Keine Klage gegen 50+1

Auf eine eigene Klage mit dem Ziel, die 50+1-Regel zu streichen, hatte Kind trotz seines langen Einsatzes dafür stets verzichtet. “Vielleicht war es ein Fehler, es nicht bis zur ordentlichen Gerichtsbarkeit durchzuziehen”, sagt er heute. “Es wäre der nächste Schritt gewesen, wir haben uns für einen anderen Weg entschieden.”

Statt Konfrontation steuert Hannovers Macher den Blick inzwischen auf Kooperationskurs mit der DFL. Dieser müsse geholfen werden. “Ich persönlich glaube, dass sie zu sehr verwaltet und zu wenig gestaltet.” Entwicklungen und Regelungen hätten im deutschen Profi-Fußball zu einem konfusen, uneinheitlichen Bild, ungleichen Bedingungen und Wettbewerbsverzerrung geführt, so seine Kritik.

“In den vergangenen Jahrzehnten haben sich Ausnahmeregelungen und Umgehungstatbestände entwickelt, die toleriert wurden. Parallel dazu ist 50+1 zum Thema des Kulturkampfes im Fußball geworden.” Jetzt gelte es, einen Weg zu finden.

Stein des Anstoßes sind und bleiben für Kind die Befugnisse in den Profivereinen. Logisch und unabdingbar ist für ihn, dass dort die Geldgeber bestimmen, was mit ihren Zuwendungen passiert, und hierbei nicht dem Diktat der Muttervereine unterliegen. “Man kann 50+1 beibehalten, aber dann kann ich nur empfehlen: Sie müssen den Mut haben, das Weisungsrecht zu regeln. Sie müssten klar definieren: In welchen Fragen darf der e. V. mitreden und in welchen nicht? In welchen Fragen darf das Kapital mitreden und in welchen nicht?”

2005 verlässt Kind Hannover – ein Jahr später kehrt er zurück

Wer Kind erlebt, erlebt einen vitalen, ungebrochen für seine Ideale eintretenden, engagierten Menschen. An diesem Sonntag, am 28. April wird er 80. Längst schon hätte er einen Schlussstrich bei 96 ziehen sollen, sagen nicht nur Kritiker bis in die eigenen Reihen, sondern auch Vertraute im Umfeld, die es gut mit ihm meinen.

Im August 2005 war es ja auch schon mal so weit. 1997 als Sanierer des auf die Insolvenz zusteuernden Vereins zum Vorsitzenden gewählt, hatte er den in die Drittklassigkeit abgestürzten Traditionsklub in acht Jahren wirtschaftlich und sportlich wieder nach oben geführt, 1999 die “Hannover 96 GmbH & Co. KGaA” gegründet, mit ihm als einem von mehreren Gesellschaftern aus der Region. Nun verließ der gebürtige Walsroder, der auch Wurzeln in der Schweiz hat, das bestellte Feld. Mitte 2006 folgte die Rückkehr.

„Wieder einzusteigen war eine Entscheidung, die ich im Nachhinein vielleicht länger hätte überdenken sollen.“ (Martin Kind über seine Rückkehr zu Hannover nach seinem Abschied 2005)

“Wieder einzusteigen war eine Entscheidung, die ich im Nachhinein vielleicht länger hätte überdenken sollen. Ich hatte ja den Absprung vollzogen”, hadert der “Aussteiger für zehn Monate” heute. “Die anderen Gesellschafter sagten damals, ich hätte sie überzeugt, ihr Geld zur Verfügung zu stellen. Jetzt solle ich auch dafür sorgen, dass es treuhänderisch vernünftig verwaltet wird.”

Es ging damals schon um einen gewaltigen Batzen, und so ist es bis heute. Wobei die wohl bis zu 50 Millionen Euro, die Kind einmal in Hannover 96 gesteckt haben wird, nicht einmal ein Zehntel des Privatvermögens jenes Mannes ausmachen, der zu den 500 reichsten Deutschen gehört.

96 als “Marke”, Fans als “Kundschaft”

Also ist Kind geblieben, jedenfalls als Geschäftsführer. Den Posten als Vorstandsvorsitzender hat er im März 2019 abgegeben. Den Spagat zwischen nahbarem Präsidenten aller Mitglieder und kühlem Boss des Wirtschaftsunternehmens, als das er die Profisparte stets sah, hatte er nie wirklich hinbekommen. 96, den Herzensverein vieler Tausend Menschen, lange Zeit als “Marke” zu bezeichnen, kam nicht gut an – spät erst sah der große Patron das ein.

Aus dem eigenen Herzen machte er nie eine Mördergrube. “Ein Scheißverein, der über 100 Jahre nichts geschaffen hat”, entglitt es ihm einst im Ärger – über den Deutschen Meister von 1938 und 1954 sowie Pokalsieger von 1992. Und auch die permanent gegen ihn pöbelnden, teilweise dabei rote Linien überschreitenden Zuschauer in der Kurve als “Kundschaft” zu bezeichnen, die man eigentlich nicht brauche, wirkte wenig galant, wenngleich fast entwaffnend ehrlich. Ihn auch dafür buchstäblich ins Fadenkreuz zu nehmen, ließ er sich nicht gefallen. Und erstattete Strafanzeige.

Wer Kind bei den Spielen der Mannschaft erlebt, kommt kaum auf den Gedanken, dieser Mann sei nach fast 30 Jahren als enger Begleiter des Profifußballs reifer, zurückhaltender, gelassener geworden. Er zeigt Emotionen, die ihn kaum vom je nach Sachlage feiernden oder trauernden Fan unterscheiden. “Wenn wir gewinnen, will er am liebsten mit allen Spielern verlängern”, heißt es. “Wenn wir verlieren, will er spontan allen die Bezüge kürzen, weil es eh keinen Sinn macht.”

Kind ist ein Mann der klaren Meinung

Ein Prominenter, der einst Kinds Bitte folgte, den Aufsichtsratsvorsitz der Fußball-KG zu übernehmen, legte im Dauerzwist mit der vereinsinternen Opposition sein Amt nieder: Gerhard Schröder, der SPD-Politiker und frühere niedersächsische Ministerpräsident selben “Baujahrs”.

Kind auch hier stabil und unbeeindruckt: “Wir haben immer noch ein gutes Verhältnis.” Trotz Russland, trotz der Nähe des Altkanzlers zu Putin. “Da habe ich eine deutlich andere Einstellung als er. Wenn man diese Standpunkte akzeptiert, ohne darüber zu streiten, dann kann eine gute Bekanntschaft das auch aushalten. Man muss es deshalb nicht zum Bruch kommen lassen.”

Politisch interessiert und mit klarer Meinung gibt sich Kind unabhängig davon dennoch. “Natürlich treibt mich um, was gerade in der Welt passiert. Mich beunruhigt die Entwicklung, immer mehr sogar. Insgesamt weltpolitisch mit dem Versuch der Neuordnung von Dingen, aber eben auch die Wirtschaftsentwicklung, speziell hier in Deutschland.”

„Es geht nicht, Dinge zu fordern, die man selbst nicht bereit wäre zu tun.“ (Martin Kind über seine Überzeugung)

Sorge bereitet dem mehrfachen Großvater die Mentalität “der Staat regelt alles, was nicht funktioniert”, verbunden mit der Utopie, es gehe mit weniger Aufwand hier und mit höheren Ansprüchen dort, “und alles wird immer funktionieren. Natürlich ist das wirklich naiv”. Der Mann, für den Urlaub zeit seines Schaffens eher eine Strafe war, der außer dem Tod keinen Gegner wirklich fürchtet, vertraut einer festen Überzeugung: “Es geht nicht, Dinge zu fordern, die man selbst nicht bereit wäre zu tun.”

Bundesliga-Rückkehr würde Lebenswerk vollenden

Statt sich aufs Altenteil zurückzuziehen und ungeachtet der in Hannover fast schon traditionellen “Kind muss weg”-Rufe aus dem eigenen Anhang ist Kind geblieben. Bekniet, als Retter einzugreifen, beschimpft für die Tricks, mit denen er seine Macht ausbaute und sicherte, beneidet sicher auch für sein Stehvermögen in all den Jahren. So ist dieses 96 zwangsläufig zu einem sportlichen Lebenswerk geworden, das er vollenden will, möglichst mit der Rückkehr in die Bundesliga.

Der Fußball hat dem Selfmade-Millionär eine Bühne geboten, auf der er sich gerne zeigt. Er genießt Auftritte in Talks und TV-Sendungen. Einladungen zu Vorträgen allerorts schlägt er nach wie vor ungern aus.

Nach der Abkehr von seinen Übernahmeplänen in Hannover und dem Erstliga-Abstieg sank die öffentliche Relevanz, stieg aber mit dem Wirbel um seine Rolle im gescheiterten Investorendeal der DFL zuletzt wieder und liegt weitaus höher, als er sie als Kopf seines Firmenimperiums jemals erreicht hätte.

Kind: “Ich weiß, dass ich aufhören muss und will”

Die Uhr aber läuft weiter in Großburgwedel. In der nächsten Dekade seines Lebens wird Martin Kind den Fort- und vielleicht Ausgang seiner letzten großen Mission regeln müssen. “Ich weiß, dass ich aufhören muss und will.” Die Zuversicht, dies wie bisher selbstbestimmt tun zu können, strahlt er aus.

„Es glaubt mir vielleicht nicht jeder, aber ich habe letztlich immer alles für 96 gemacht.“ (Martin Kind)

Seine Anteile hat er schon vor geraumer Zeit an seinen zweiten Sohn Matthias übertragen. “Die Aktien bleiben in der Familie, das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit bei allen drei Gesellschaftern so.” Drogeriemarkt-Multi Dirk Roßmann und auch Immobilien-Unternehmer Gregor Baum, ebenfalls “Hannoversche Bürger” (Kind), mit ihren Söhnen Raoul und David planen ähnlich.

Loslassen muss er unabhängig von allem über kurz oder lang als Fußball-Boss. “Ich hänge der Position des Geschäftsführers nicht nach, aber ich nehme meine Verantwortung wahr”, sagt er und verweist auf die Notwendigkeit, einen Nachfolger zu finden, den beide Lager im Klub, Verein und Profisparte, gleichermaßen akzeptieren. “Das ist bisher nicht gelungen. Wir haben es versucht, der Ansatz war vielleicht auch nicht immer der richtige, das gebe ich zu.” Der neue Mann muss mit dem Geld der Gesellschafter um Kind in deren Sinne umgehen, so lautet die Prämisse.

Gelingt dies irgendwann, bliebe dies das Vermächtnis des Martin Kind, der in Hannover wohl in der Geschichte auf ewig für die einen Heilsbringer, für die anderen Totengräber bleiben wird. Und der sagt: “Es glaubt mir vielleicht nicht jeder, aber ich habe letztlich immer alles für 96 gemacht.”

Dieser Text erschien erstmals in der kicker-Ausgabe vom 15. April.

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