2. Fußball-Bundesliga: Hertha BSC kommt in Fahrt und schießt den SV Elversberg ab

Hertha BSC hat gegen das Überraschungsteam aus Elversberg dank eines Dreierpacks von Florian Niederlechner mit 5:1 gewonnen. Hannover verlor kurz vor Schluss zu zehnt in Paderborn, der KSC kam im Kellerduell zurück.

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Im ersten Durchgang tat sich Hertha BSC gegen das Überraschungsteam aus Elversberg schwer, gewann am Ende aber deutlich 5:1 (2:1). Der SC Paderborn spielte gegen Hannover 96 70 Minuten in Überzahl, das erlösende 1:0 fiel aber erst in der Nachspielzeit. Im Kellerduell zwischen dem Karlsruher SC und Hansa Rostock erkämpfte der KSC nach 0:2-Rückstand ein 2:2 (1:2).

Zum ersten Mal trafen beide Mannschaften in einem Pflichtspiel aufeinander – unter Vorzeichen, die man vor der Saison so nicht erwartet hätte. Die SV 07 Elversberg ist das Überraschungsteam der bisherigen Saison, die Hertha steht nach schwachem Start nur im Tabellenmittelfeld.

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Entsprechend selbstbewusst startete Elversberg in die Partie und eröffnete eine wilde Anfangsphase mit einem Tor. Die Berliner hatten erst Pech – ein Ausrutscher begünstigte den Treffer von Paul Wanner – konnten wenig später aber aufatmen. Wanner hatte den Ball vor seinem Schuss mit dem Arm berührt, das Tor zählte nicht (4. Minute).

Davon unbeirrt spielten die Gäste im Berliner Olympiastadion weiter nach vorne. Hertha-Keeper Tjark Ernst bewahrte seine Mannschaft nach einer Ecke zweimal vor dem Rückstand (9.). Ein weiter Einwurf von Fabian Reese sorgte wenige Minuten später jedoch für Chaos im Elversberger Strafraum, Abwehrspieler Linus Gechter nutzte das aus kurzer Distanz zum 1:0 (13.).

Elversberg fand sofort eine Antwort: Wanner überließ knapp 20 Meter vor dem Tor seinem Mitspieler Thore Jacobsen den Ball, der aus dem Stand abzog und zum 1:1 traf (15.). Die erneute Berliner Führung erzielte Florian Niederlechner (24.).

In der zweiten Hälfte bleiben die Berliner lange unauffällig, bis Jonjoe Kenny Niederlecher in den Strafraum schickte. Der Stürmer traf im Fallen aus halbrechter Position (62.). Nur fünf Minuten später durfte Niederlechner erneut jubeln: Der 33-Jährige schoss aus der Drehung und hatte Glück, dass der Ball noch unhaltbar abgefälscht wurde (67.). Für den 5:1-Endstand sorgte Kenny mit einem strammen Schuss aus 16 Metern (71.).

Hertha macht mit dem verdiente, aber vielleicht etwas zu hohen Sieg Plätze gut und springt in der Tabelle auf den achten Platz. Elversberg bleibt Sechster.

Im Vergleich zur deutlichen 1:4-Niederlage gegen Elversberg veränderte Paderborns Trainer Lukas Kwasniok seine Startelf auf sieben Positionen. Eine drastische Maßnahme, die zunächst zu funktionieren schien. Paderborn spielte engagiert gegen eher passive Hannoveraner.

Für die auffälligste Aktion der Gäste sorgte Louis Schaub: In der gegnerischen Hälfte grätschte er SCP-Verteidiger Marcel Hoffmeier an der Seitenlinie um. Schiedsrichter Robin Braun gab dafür erst die Gelbe Karte, korrigierte diese Entscheidung aber, nachdem er sich die Szene nochmal angeguckt hatte. Schaub musste das Feld verlassen, Paderborn spielte von nun an in Überzahl (20. Minute).

Grundsätzliche Veränderungen am Spielverlauf hatte das aber nicht zur Folge. Die Hausherren waren spielbestimmend, mit fleißiger Defensivarbeit konnte 96 allerdings verhindern, dass daraus gute Chancen entstanden.

Auch im zweiten Durchgang fand Paderborn lange keine Lücken in der 96-Abwehr. Den entscheidenden Treffer erzielte Florent Muslija in der Nachspielzeit (90.+1). Hannover hatte noch die Chance auf den Ausgleich, scheiterte aber an SCP-Torhüter Pelle Boevink.

Das Abstiegsduell zwischen dem Karlsruher SC und Hansa Rostock (14. gegen den 15.) begann mit intensiven Zweikämpfen im Mittelfeld und wenigen klaren Chancen auf beiden Seiten. Dann verlor Karlsruhe im Mittelfeld den Ball. Rostock machte das Spiel schnell, über Svante Ingelsson landete das Spielgerät im Strafraum bei Júnior Brumado, der aus elf Metern im zweiten Schussversuch unter die Latte traf (16.).

Die besseren Chancen hatte ein kompakt stehendes und immer wieder konterndes Hansa. Das 2:0 fiel nach einer Ecke: Damian Roßbach traf aus der Drehung aus zehn Metern unter die Latte (34.). Karlsruhe sendete noch ein Lebenszeichen vor der Pause: nach Zuspiel von Lars Stindl setzte sich Igor Matanovic gegen drei Rostocker durch. Per abgefälschtem Schuss überwand er Hansa-Schlussmann Markus Kolke zum Anschlusstreffer (44.).

Mit der ersten Aktion nach der Pause hätte der KSC dann ausgleichen können, aber Marvin Wanitzek konnte aus spitzem Winkel den Ball nur noch die Torlinie entlang spielen (46.). Der KSC drückte weiter, wechselte zudem Joker Budu Siwsiwadse ein, doch der Ball lag wieder im eigenen Tor: Der Hansa-Treffer zählte jedoch nach VAR-Überprüfung nicht, weil Ingelsson vor seinem Zuspiel auf Júnior Brumado KSC-Abwehrspieler Sebastian Jung umgeschubst hatte (63.).

Wenig später rettete KSC-Keeper Patrick Drewes in höchster Not. Roßbach hatte nach einer Ecke aus fünf Metern per Drehschuss abgezogen (72.). Danach unterlief Drewes einen Freistoß, doch Kai Pröger traf nur das Außennetz (74.). Hansa hätte den Deckel draufmachen können, doch dann traf der KSC-Joker: Roßbach ließ sich zu viel Zeit bei der Ballklärung vor dem eigenen Tor und Siwsiwadse schoss ihm den Ball vom Fuß weg ins Tor (81.). Trotz intensiver Schlussphase blieb es beim Remis.

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